Interview mit Susanne Nitschmann: „Wenn man etwas bewegen möchte, muss man es auch angehen.“

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KDNW-Leistungssportkoordinatorin und Landestrainerin Susanne Nitschmann ist neue Frauenreferentin des Deutschen Karate Verbandes. Beim virtuellen Bundesfrauentag setzte sie sich mit einer Zweidrittelmehrheit gegen ihre Mitbewerberin Kerstin Degener durch. Die Wahl muss von der nächsten Bundesversammlung noch bestätigt werden. Zuvor hatte zwei Jahrzehnte lang Marlies Gebbing das Amt inne. Susanne Nitschmann bringt einschlägige Erfahrungen mit, war sie doch bereits fünf Jahre lang (2003-2008) im KDNW Frauenreferentin. Für ihre neue Tätigkeit hat sie bereits ganz konkrete Ideen.

Herzlichen Glückwünsch, liebe Susanne! Du bist im Mai zur Bundesfrauenreferentin gewählt worden. Was hat dich bewegt, für dieses Amt zu kandidieren?
Vielleicht war die etwas ruhigere Phase in der Conona-Zeit schuld (grinst). Nein, Spaß beiseite: Ich hatte ja Anfang der 2000er einige Jahre im KDNW das Amt, bis ich den Jugendvorstand übernommen hatte. Verbunden geblieben bin ich dem Frauenreferat natürlich auch danach immer, zum Beispiel mache ich seit über 20 Jahren die Kumite-Winterserie „Angstfrei kämpfen“ für Mädchen und Frauen im KDNW.

Warum ist es dir ein besonderes Anliegen, dich für die Mädchen und Frauen auf DKV-Ebene zu engagieren?
Wenn man etwas bewegen möchte, muss man es auch angehen und nicht darauf warten, dass es jemand anderes tut. Die Gelegenheit hat sich jetzt geboten, da Marlies Gebbing nach über 20 Jahren aufhören wollte.

Wie ist es denn deiner Meinung nach um die Gleichberechtigung im Karate bestellt? Bedarf es einer besonderen Förderung für die Mädchen und Frauen? Wo siehst du konkreten Handlungsbedarf?
Tatsächlich empfinde ich den Leistungssport im DKV als wirklich sehr gleichberechtigt. Allerdings gibt es einige andere Felder, auf denen Frauen etwas zurückhaltender sind, wie zum Beispiel hohe Dan-Graduierungen, Trainer- und Prüferlizenzen.

Kannst du uns schon etwas über deine Ziele, Pläne und konkreten Vorhaben als Bundesfrauenreferentin verraten?
Tatsächlich arbeite ich bereits an einem Projekt für Dan-Prüfungen für Frauen, die ausschließlich von A-Prüferinnen abgenommen werden. Das wäre ein Novum im DKV!

Inwiefern nützt dir für das neue Amt deine Erfahrung, die du als Frauenreferentin im KDNW von 2003 bis 2008 gesammelt hast? Und wie wichtig sind deine Erfahrungen in anderen Bereichen, zum Beispiel als Landestrainerin oder als ehemalige Wettkämpferin?
Meine bisherigen Erfahrungen in der Verbandsarbeit helfen mir ganz enorm. Ohne diese Kenntnisse hätte ich für das Amt der Bundesfrauenreferentin wohl gar nicht erst kandidiert.

Alles Gute für deinen neuen Tätigkeitsbereich und danke für das Gespräch!

Interview und Foto: Altmann

(ema)

Susanne Nitschmann
Susanne Nitschmann, die neue Bundesfrauenreferentin, hier in Aktion beim KDNW-Tag 2019 (Foto: Altmann).
Die nächsten Termine:

oktober

30okt01novAusgebuchtKlausur: Karate-dô als Lebensphilosophie in HachenSportschule Hachen

31okt10:0014:00AbgesagtPrüfer/innenlehrgang Goju-Ryu in BochumSporthalle Max-Greve Str. 7, Bochum

31okt14:0016:00AbgesagtStilrichtungslehrgang Shotokan in GelsenkirchenKD Gelsenkirchen-Buer

november

30okt01novAusgebuchtKlausur: Karate-dô als Lebensphilosophie in HachenSportschule Hachen

07nov10:0018:00AbgesagtPrüfer/innen - Neuausbildung Shotokan in Bochum (Teil 1)Budokan Bochum e. V.

08nov10:0014:30AbgesagtDansha-Lehrgang Goju-Ryu in RheineSportpark des TV Jahn-Rheine 1885 e.V.

08nov10:0015:30AbgesagtJukurenlehrgang in KamenTurnhalle am Gymnasium, Kamen

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