Dansha-Lehrgang des KDNW beim TV Jahn Rheine

Goju Ryu

30 Karate-ka der Stilrichtung Goju-Ryu trafen sich am 09. September im Rahmen eines Breitensportlehrgangs des KDNW, um sich über die Bedeutung der Dangrade und sich daraus auch ergebenden Anforderungen bei Danprüfungen auszutauschen und weiterzubilden.

Schwerpunktthema war diesmal die Weiterentwicklung von Partnerformen von der Lernform zur freien Form und zur realistischen Selbstverteidigung. Dabei vermittelte Frank Beeking, der den Lehrgang leitete, die unterschiedlichen Bewertungskriterien im Rahmen von Danprüfungen.

Beim ersten Dan kommt es auf die saubere und dynamische Ausführung von Standardübungsformen an.

Der zweite Dan wird auch als Kraft-Dan bezeichnet, womit ausgedrückt wird, dass die kraftvolle Ausführung Schwerpunkt der Beurteilung ist.

Zum dritten Dan soll die souveräne Ausführung der Techniken deutlich werden. Ruhe und Übersicht sollen auch bei dynamischen Aktionen dominieren. Eigene Gestaltungselemente sollen zielführend eingesetzt werden.

Zum vierten Dan, der dann auch als technischer Meister bezeichnet wird, soll der Karate-ka die Vielfalt der technischen Varianten der Kampfkunst Karate-Do demonstrieren. Diese Vielfalt der technischen Varianten muss bei reaktiver Anwendung mit geeigneten Techniken in sich entwickelnden Situationen in Einklang gebracht werden. Der technische Meister muss seine Stärken richtig einschätzen und sein Können auch auf neue Situationen übertragen können.

Als Kodansha, das bedeutet Stufe der geistigen Meistergrade, werden Karate-ka ab dem 5. Dan bezeichnet. Daher sollen in der technischen Danprüfung die Prüfungselemente so vorgetragen werden, dass die eigene Persönlichkeit zum Ausdruck kommt.

Ab dem 6. Dan bedarf es einer besonderen Zulassung zu Danprüfungen, die auch ein über die Vereinsarbeit hinaus gehendes Engagement erfordert. In der traditionellen Bedeutung der Dangrade gibt es immer auch einen philosophischen Aspekt, der im theoretischen Teil des Lehrgangs besprochen wurde.

Dem ersten Dan wird zuerkannt, dass er in der Lage ist zu erkennen, dass hinter der körperlichen Übung ein Weg steht. Der zweite Dan steht am Anfang dieses Weges und der dritte Dan ist der Grad des anerkannten Wegschülers, der beginnt seinen „Inneren Meister“ zu spüren. Als Vorstufe zur wahren Meisterschaft wird der 4. Dan angesehen und 5. Und 6. Dan sind Stufen geistiger Reife. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass das Training über das Ausloten eigener Fähigkeiten und Grenzen immer als übergeordnetes Ziel eine Charakterschulung sein soll.

Die Teilnehmer nutzten diesen Lehrgang, der in der Halle Tokio im Sportpark des TV Jahn stattfand, zur Optimierung ihrer Ausweich-, Abwehr- und Kontertechniken und zu einem intensiven Erfahrungsaustausch.

Text und Foto: Frank Beeking

(sv)

Die nächsten Termine:

mai

29mai(mai 29)17:0031(mai 31)13:30Little Gasshuku XIDormagen, Kampfkunstakademie Shirai

30mai10:0015:301. Porzer Shito-Ryu TagKöln, Gesamtschule Stresemannstraße

30mai10:0020:00International Goju-Ryu Cup 2026Dortmund, Heinrich-Böll-Gesamtschule

juni

03jun(jun 3)18:0007(jun 7)12:30Fortbildung: Karate-Dô und Meditation – 4 ½ Tage RetreatHachen, Sportschule

06jun10:0014:00Danvorbereitungslehrgang SOKMarl, Turnhalle der Overbergschule

06jun10:0016:45Multiplikatorenausbildung Kobudo - Modul 2Köln-Porz-Zündorf, Grundschule Schmittgasse

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