Zugegeben, das BVB-Heimspiel im direkt neben dem TSC Eintracht befindlichen Westfalenstadion gestaltete die An- und Abreise für die Teilnehmenden des KDNW-Trainer:innen-Meeting am Samstag, den 17. Januar 2026 etwas aufwändiger als in den vergangenen Jahren. Diszipliniert trafen fast alle der rund 150 Karateka bereits vor 11.00 Uhr morgens ein, um sich noch einen kostenfreien Parkplatz zu sichern und umschifften dabei gekonnt die diversen Halteverbotszonen.
Am Vormittag, schon vor der offiziellen Eröffnung des Trainer:innen-Meetings, fanden drei Veranstaltungen statt: Ein Präsenzteil der Ausbildung Trainer:in-B Leistungssport unter der Leitung von Dennis Dreimann (KDNW-Jugendreferent), ein Dan-Anwärter:innen-Lehrgang mit Adriatik Shabani (Bundeskampfrichter) und ein Coach-Workshop mit Hardy Berscheid (KDNW-Leistungssportreferent) und Christian Krämer (KDNW-Sportdirektor), den viele Karateka im Rahmen ihrer Lizenzverlängung besuchten.
Um 13.15 Uhr war es dann so weit: Rainer Katteluhn (KDNW-Präsident) begrüßte die Teilnehmenden des KDNW-Trainer:innen-Meeting 2026 und richtete nach einem kleinen Neujahrsgruß Worte des Dankes und Lobes an Wolfgang Stramka und sein Team vom TSC Eintracht Dortmund, die einmal mehr in sehr gelungener Weise als Gastgeber der Veranstaltung fungierten. Anschließend nahm er mehrere Ehrungen verdienter KDNW-Karateka vor: Michael Reker (1. JJJC Dortmund) erhielt die Ehrenmedaille in Gold anlässlich seines 50-jährigen Karate-Jubiläums. Berthold Jansen (Kaiten Bedburg Hau) wurde mit Bronze ausgezeichnet – er trainiert seit 2002 Karate und stellt sich seit 2008 dem KDNW als Kampfrichter zur Verfügung. Ebenfalls Bronze erhielt Yannick Drescher (Zanshin Bergisch Gladbach), der aus dem Wettkampfkader Kata verabschiedet wurde (9 Jahre Bundeskader, 11 Jahre Landeskader, 2021 Deutscher Vizemeister, 15-facher Landesmeister WSKA- und ESKA-Gold mit dem Team). Dieser Abschied verknüpft sich aber auch mit einem Neubeginn: Zukünftig wird Yannick Drescher als Landestrainerassistent für den Kata-Nachwuchs im Einsatz sein, während Roman Lux hier die Leitung übernimmt. Rainer Katteluhn wünschte beiden für die neuen Aufgaben viel Erfolg. Bevor das Training begann, ergriff noch Horst Nehm (KDNW-Stilrichtungsreferent Goju-Ryu) das Wort und gratulierte Rainer Katteluhn im Namen aller zum 9. Dan, der ihm Ende 2025 einstimmig von der Bundesversammlung verliehen worden war.
Dann begann die Halle regelrecht zu beben, als Susanne Nitschmann (KDNW-Landestrainerin Kumite) in der ersten Trainingseinheit des Tages die rund 150 Karateka in Bewegung setzte. Sie behandelte “Aktuelle Themen aus dem Wettkampf”, wobei u.a. zahlreiche Hilfsmittel wie Wurfsäckchen und Balanceboards zum Einsatz kamen. Alle waren mit großer Freude und viel Spaß bei der Sache – ein gelungener Auftakt.
Die zweite Einheit leitete Dennis Dreimann (KDNW-Jugendreferent) und präsentierte eine “Ideensammlung fürs Wettkampftraining – Athletiktraining”. Hier konnten die Teilnehmenden viele spannende und schweißtreibende Impulse für das Training im Dojo mitnehmen.
In der Kaffeepause lockten Brötchen, Kuchen und Getränke zur Stärkung. Bei einem Snack bot sich die Gelegenheit zum fachlichen und geselligen Austausch mit Gleichgesinnten.
Für das folgende Kata-Training wurde die Gruppe aufgesplittet: Fürs Goju-Ryu übernam Laura Dreyer (ehemaliges Kadermitglied) und fürs Shotokan Roman Lux (KDNW-Landestrainer Kata). Auch hier gab es neue Sichtweisen und Inspirationen zu entdecken.
Die letzte Einheit des Tages widmete Alexander Heimann (KDNW-Landestrainer Kumite) ganz dem Thema “Karate für Kinder”. Er stellte einfache Übungen für junge Wettkämpfer:innen vor und betonte den intellektuellen Aspekt der Kampfkunst und die Relevanz des Stellungsspiels -Kumite-Wettkampf sei ein bisschen wie Schach mit dem Körper.
Mit neuem Wissen, neuen Ideen und in vielen Fällen einer verlängerten Lizenz mussten sich die Teilnehmden nur noch ein bisschen durch den abfließenden Fußballverkehr kämpfen und konnten dann wohlverdient die Füße hochlegen und den spannenden Tag Revue passieren lassen.
Weitere Fotos und Videos vom Tag gibt es auf unseren Social-Media-Kanälen.
(ema)































