Für das Team Deutschland starteten beim diesjährigen Shotokan Europa Cup (ESKA) Ende November in Zürich zwei Sportler aus NRW.
Philip Tepel vom Budokan Bochum hatte sich durch seinen Sieg beim Shotokan Cup in Mendig für die Teilnahme im Kumite Shiai empfohlen. Bei der ESKA wird nach der traditionellen Wettkampfform Shobu Ippon gekämpft. Hier genügen zwei Waazari oder ein Ippon zum Sieg. Im Einzel kam für Philip ein überraschendes frühes Aus, somit konnte sich der Bochumer ganz auf den Einsatz im Team konzentrieren. Beim Teamkampf um den Einzug ins Halbfinale gegen den Lokalmatador Schweiz konnten sich die 5 Deutschen nicht durchsetzen und sie erreichten einen guten 5. Platz.
Julian Wieser vom Karate Dojo Kempen e. V. wurde vom Bundesstilrichtungsreferenten Gunar Weichert für einen Start im Kata Shiai (Einzel und Team) einberufen. Julian wurde durch seinen Heimtrainer und WSKA-Shotokan-Weltkampfrichter Frawi Tönnis speziell auf diese Wettkampfform vorbereitet. Anders als beim Regelwerk der WKF wird bei der ESKA die Kata in den ersten beiden Runden vom Hauptkampfrichter vorgegeben. Zwei Athleten treten gegeneinander an und führen die Kata zeitgleich vor. Julian unterlag in der zweiten Runde mit Tekki Shodan seinem Gegner und späteren Drittplatziertem aus England. Mit seinen Teamkameraden Paul Baum (Hessen) und Marcel Schmidt (Rheinland-Pfalz) setzte sich Julian gegen seine Konkurrenten klar durch und zog ins Finale der besten Vier ein. Mit einer starken Unsu erkämpften sie sich einen hervorragenden 3. Platz.
Zur Kumite-Referee Prüfung trat Frank Debecker aus Geldern an. Nach einer theoretischen und praktischen Prüfung stellte er sich an drei Wettkampftagen der 5-köpfigen Prüfungskommission. Vom Prüfungsvorsitzenden und ESKA-Präsidenten Richard Poole aus Wales erhielt Frank das begehrte Abzeichen mit den Worten: „Excellent performance!“
Text und Fotos: Frawi Tönnis








