Interview mit Jana Messerschmidt: „Das Wohl aller hat oberste Priorität.“

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Liebe Jana, in den letzten Wochen und Monaten sind viele Turniere abgesagt oder verschoben worden – was bedeutet das für dich? Was machst du mit den ganzen freien Wochenenden? Und fehlen dir die Wettkämpfe eigentlich?
Jetzt stehen statt der Turniere viel mehr Trainingslager auf dem Programm. Mir macht das Training zwar Spaß, aber die Wettkämpfe fehlen mir einfach total. Ich liebe es, auf Turnieren zu starten und habe auch immer das Gefühl, dass ich mich von Turnier zu Turnier noch mehr steigern kann. Daher bin ich natürlich traurig, dass für dieses Jahr eigentlich alles abgesagt wurde. Die freien Wochenenden verbringe ich gerade damit, meine Masterarbeit zu schreiben.

Auch Olympia wurde verschoben – wie fühlst du dich dabei?
Ich finde es ist die einzig richtige Entscheidung. Das Wohl aller hat oberste Priorität. Allerdings war es natürlich für mich schon auch etwas bitter, ich war gerade super in Form und dann wurde alles abgesagt oder verschoben. Grundsätzlich sehe ich es aber so, dass ich jetzt noch ein Jahr mehr Zeit habe, alles für meinen Traum zu tun.

Hat sich dein Trainingsplan durch die Corona-Pandemie und die Wettkampfabsagen verändert und wenn ja, wie?
Er hat sich sehr verändert. Am Anfang habe ich nur noch auf einem Parkplatz Karate trainieren können und meine Terrasse wurde zu einem kleinen Fitnesszirkel umfunktioniert. Inzwischen kann man ja wieder so gut wie normal trainieren – im Karate-Verein und im Fitnessstudio. Der Trainingsplan als solches hat sich auch verändert, da jetzt wieder mehr Grundlagenausdauer und Athletik auf dem Tagesplan stehen.

Wie geht es dir? Fällt es dir leicht, in der aktuellen Situation motiviert zu bleiben?
Ich denke, jeder hatte in der Zeit mal Momente, in denen man unmotiviert war. Gerade nach der Absage der WM 2020 war ich schon etwas geknickt. Aber ich habe aus den letzten Jahren gelernt, dass sich alles auszahlt, wenn man beharrlich ist und deshalb weiß ich, dass mir jede Trainingseinheit helfen wird, mein Ziel zu erreichen. Mit diesen Gedanken fällt es mir dann nicht so schwer, mich fürs Training zu motivieren. Außerdem freue ich mich auch immer total, meine Trainingskameraden zu sehen.

Was sind deine nächsten Ziele und Wünsche?
Olympia ist mein großes Ziel und mein Traum. Auf dem Weg dahin möchte ich gesund und verletzungsfrei bleiben. Im Privaten hoffe ich, dass ich mein Studium in den kommenden Monaten abschließe.

Gibt es etwas, dass du den Karateka im KDNW gerne sagen möchtest?
Beharrlichkeit und Fleiß zahlen sich immer aus. Was auch immer euer Ziel oder Wunsch ist, die neue Gürtelprüfung, das Erlernen einer neuen Kata oder, wie bei mir, Erfolge bei Wettkämpfen oder auch irgendein Ziel im privaten Bereich, bleibt dran und ihr werdet es schaffen! Solltet ihr mal nicht motiviert sein, dann denkt einfach an den Moment, wie es sich anfühlen könnte, wenn ihr euer Ziel erreicht habt. Diese Glücksgefühle sind es definitiv wert! Und natürlich wünsche ich euch allen und euren Familien, gerade in dieser Zeit, viel Gesundheit!

Danke für das Gespräch und alles Gute!

Interview: Eva Mona Altmann
Foto: DKV

(ema)

Jana Messerschmidt mit Ura-Mawashi-Geri
Die nächsten Termine:

oktober

30okt01novAusgebuchtKlausur: Karate-dô als Lebensphilosophie in HachenSportschule Hachen

31okt10:0014:00AbgesagtPrüfer/innenlehrgang Goju-Ryu in BochumSporthalle Max-Greve Str. 7, Bochum

31okt14:0016:00AbgesagtStilrichtungslehrgang Shotokan in GelsenkirchenKD Gelsenkirchen-Buer

november

30okt01novAusgebuchtKlausur: Karate-dô als Lebensphilosophie in HachenSportschule Hachen

07nov10:0018:00AbgesagtPrüfer/innen - Neuausbildung Shotokan in Bochum (Teil 1)Budokan Bochum e. V.

08nov10:0014:30AbgesagtDansha-Lehrgang Goju-Ryu in RheineSportpark des TV Jahn-Rheine 1885 e.V.

08nov10:0015:30AbgesagtJukurenlehrgang in KamenTurnhalle am Gymnasium, Kamen

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