Sechs Trainingsabende, eine Kata – und trotzdem jedes Mal etwas Neues. Beim Karate do Yamabiko Leverkusen drehte sich im Ferientraining in den Sommerferien 2026 alles um die Kata Kanku Dai. Unter der Leitung von Peter Sienko und Guido Metzemacher wurde die Kata in allen Facetten untersucht: Von der Geschichte, in die sich Peter Sienko (7. Dan) tief eingearbeitet hat, über den eigentlichen Ablauf bis zum Bunkai, in dem sich Guido Metzmacher , 6. Dan, vom 1. Karate-Klub Leverkusen durch eigene Studien sicher bewegt.
Die Kata zerlegten die beiden Trainer gemäß üblicher Trainingsmethoden in sechs Blöcke, die alle eine eigene Überschrift bekamen, um sich besser einzuprägen: „Ausweichen ist besser“ für die ersten Bewegungen, dann „Das Auge isst mit“, „Man muss noch Ziele haben“, „Der bußfertige Mann wird bestehen“, „Falscher Ehrgeiz“ und schließlich die „acht Kostbarkeiten auf dem Riesenrad“ für das Ende der Kata.
Die ungewöhnlichen Merkhilfen illustrierte Peter zum Teil mit Videos oder auch anschaulich mit einem mitgebrachten menschlichen Skelett: Die daran geübten Bewegungen vergisst man garantiert nicht. Bewegungen wurden untersucht, mit dem Partner ausprobiert und auf tatsächliche Anwendungsmöglichkeiten zur Selbstverteidigung betrachtet. Bei Anfängern, die den Ablauf vorher nicht kannten und Fortgeschrittenen selbstverständlich auf ihrem jeweiligen Niveau.
Unbelegte Überlieferungen und Erzählungen zu der alten Kata kamen ebenso auf den Prüfstand wie eingeschliffene Bewegungsgewohnheiten. Gemäß dem Leitspruch „Kata ist die Waffenkammer, nicht das Schlachtfeld“ interpretiert Guido Metzemacher die Kata-Bewegungen und entwickelt funktionierende Kampfsituationen daraus.
Text und Fotos: Ralf Krieger
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